Rückblick Vernetzungstreffen RepaNet

Fr., 22. Oktober 2021 – Salzburg und via Zoom

Teilnehmer:innen

  • Max Badner, RepaNet
     Forschungsprojekt mit Datenerhebung
     Begeisterter Bastler beim RepairCafe
  • Christian Reisinger,
     RepairCafe Salzburg, Beamte, seit 8 jahren und 7.000 Geräte durch Hände der EherenamthelferInnen
     neue bestimmungen bei reparaturen?
  • Träger Volkshilfe, RepairCafe Wiener Neustadt
     60m² Platz, 3 Arbeitsplätze; Problem HelferInnen finden
  • RepairCafe Graz,
     organisatorische, administrative ist viel Arbeit, macht niemand bei ihnen; Mangel an HelferInnen
     Anbindung zur Versicherung
  • RepairCafe Graz seit 2013, Andreas Köfler
     bin für in ganz Steiermark als Helfer bei anderen RepairCafes dabei, helfe dabei
  • Harry Gürtler, 25 Repair Cafes in Stmk
     Repair Cafe – Tag? Neue Ladekabel universalisierung
     + Umweltausschuss von Gemeinde trägt das Repair Cafe
     Wo enden die Reparaturen? Dürfen wir zB auch Wäschetrockner reparieren?
  • Klima Thomas Gumpoltskirchen – wöchentlich Repair – Cafes

Helvetia Versicherung

Hintergrund zum Unternehmen

Die Helvetia vertreibt einen nachhaltigen Aktien-Fonds (ESG Richtlinien der EU), mit Produkten im Bereich Vorsorge-  und Lebensversicherung; Schaden und Unfall bei Photovoltaik.

Umwelt und Klima ist ihnen wichtig → 100% Erneuerbare Energien Betrieb von Büros

Unterstützung zahlreicher Organisationen für eine nachhaltige Entwicklung
 U. a. im Rahmen der Stiftung Helvetia „patria jeunesse“: dabei gibt es eine Schutzwald-Initiative und die Kooperation mit RepaNet.
 Mensch und Gesellschaft (auch kleine Vereine wie Fußball-Verein, Tanz-/Theater im Dorf werden unterstützt)

Repair-Cafes passt gut dazu: Klimaschutz wird unterstützt wenn Ressourcen geschont und Sachen nicht weggeworfen werden, und der soziale Aspekt mit dem Ehrenamt kommt auch noch dazu

Versicherungslösung für Repair Cafés

Helvetia bietet eine kostenlose, maßgeschneiderte Versicherungslösung und schützt ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und MItarbeiter vor Folgeschäden durch nicht erfolgreiche Reparaturen.

Vor Ort: die Versicherungslösung deckt Schäden, wenn sich ein Besucher unter falscher Anleitung bei der Reparatur verletzt oder auch im Repair Café über ein Kabel stolpert und verletzt.

Zudem sind auch Schäden, an den zu reparierenden Dingen, die im Zuge der Reparatur selbst entstehen versichert. Beispiel: Während der Reparatur fällt dem Reparateur das Smartphone runter.

Ist eine Haftpflichtversicherung, wir versichern Personenschäden und Sachschäden.

Stichtag 15. November  Dezember 2021 für die Anmeldung Kalenderjahr 2022.

Ablauf:

Es braucht nur den Namen des Repair-Cafes und die geplanten Termine.
 → während des Jahres mitdokumentieren, welche Reparateur*innen vor Ort waren, für die Schadensmeldungen.

Deckungssumme für P- und S-Schaden: 2.000.000€ Deckungssumme, Selbstbehalt 100€

Subsidiäre Versicherung: wenn keine andere Versicherung schlagend wird, dann trifft die Helvetia-Versicherung zu.

Bei fahrlässig und grob fahrlässigen Schäden deckt die Versicherung auch!

Fragen:

  • Brauchen wir einen verein für die Versicherung?
     → Nein braucht es nicht, nur die Namen im Schadensfall; wichtig dass Zusammenschluss sichtbar ist und Name Repair Cafe ist;
  • Und auch Rechtsschutz inkludiert?
     → Nein, da nicht eigene Ansprüche durchsetzen, sondern Haftpflichtversicherung (wehrt also Schaden von unberechtigten Ansprüchen, zB Kosten von Gerichts-, Anwaltskosten etc. ab)

Weitere Informationen in den FAQs von Repanet:

Diskussion

Haben die Betriebe etwas gegen die Repair-Cafes? Nein, es ist eine Bereicherung: wenn jemand in den Betrieb kommt und es zahlt sich nicht aus, dann kann er sagen, im Reparatur-Cafe kann er es probieren. (erzählte jemand in der Runde).

Erwartungen Gäste:innen: Darauf beharren: der Reparaturversuch wird nur gestartet, wenn der,die Gast wieder da ist. Generell ist es eine Zeitfrage, dass die Leute es lernen! Manche Gäste:innen kommen schon öfters und kennen das daher; dass sie mitreparieren dürfen.
 Betriebe schicken sie zum Repair Cafe, und die Cafes schicken auch Fälle zu den Betrieben.

Leonhard Gruber, RC Lungau:
 das ist schwierig zu kommunizieren, die Zeitungen berichten da auch oft zu ungenau!

Hilfreich ist wenn wir ein paar Begrifflichkeiten nicht verwenden:
 Reparaturversuche statt Reparaturen, Helfer*innen statt Mitarbeiter und Besucher*innen statt Kunden.

Interessantes vom Nachmittag

Student:innenprojekt „Reparista“

Vorstellung Projekt von Student und Studentin aus Salzburg „Reparista“:
 Menschen mit eingeschränkter Mobilität sollten von Reparateur:innen zuhause besucht werden.

Es wurde viel diskutiert über, was können Ehrenamtliche leisten, wie kann Haftung geregelt sein und wie wird es nicht übermäßig viel Aufwand. Überlegung mit bestehenden Organisationen zusammenzuarbeiten (Hilfswerk, Volkshilfe, Diakonie etc.). Problem, dass es entweder „Einfach Nachbarschaftshilfe“ ist, oder noch mehr an Dienstleistung grenzt wie Repair Cafe.

Habe Idee von Harald Sehrschön eingebracht. Rückmeldung war, es ist spannend, aber eben noch nicht anwendbar. Und gleichzeitig ist die Technik-Affinität wahrscheinlich auch nicht gegeben.

Förderung von EU-Ebene

Danach wurde noch über eine neue Förderung für Reparaturboni in Österreich diskutiert: (von 3,5 – 4 Mrd. Eur der EU Corona-Wiederaufbaufond, etwa 170 Mill. für Reparaturförderung lt RepaNet – hab es nicht genau gehört!). Da ist z. B. ein Diskussionspunkt: was wird alles repariert bzw. die Repartur gefördert? Rasenmäher-Roboter sind z.B: kritisiert worden, weil sie der Biodiversität schaden.

Kooperation mit kostnix-Laden:

ein defekter Radio vom Kostnix-Laden wurde beim Repair Cafe repariert!

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